Stand: Oktober 2026
Was ist der Entlastungsbetrag?
Der Entlastungsbetrag ist eine Leistung der Pflegeversicherung nach § 45b SGB XI. Er soll pflegende Angehörige entlasten und Menschen mit Pflegegrad dabei unterstützen, ihren Alltag möglichst selbstständig zu gestalten. Anders als das Pflegegeld wird er nicht ausgezahlt, sondern ist zweckgebunden: Sie setzen ihn für anerkannte Leistungen ein, und die Pflegekasse übernimmt diese Kosten bis zur Höhe Ihres Entlastungsbetrags.
Wer hat Anspruch?
Anspruch haben alle Pflegebedürftigen mit Pflegegrad 1 bis 5, die zu Hause leben und versorgt werden – also nicht im Pflegeheim. Das gilt auch für Pflegegrad 1: Hier gibt es kein Pflegegeld, der Entlastungsbetrag ist deshalb eine der wichtigsten Leistungen.
Die Höhe legt der Gesetzgeber fest, sie kann sich ändern. Den aktuellen Betrag nennt Ihnen Ihre Pflegekasse – gern erklären wir ihn Ihnen auch im kostenlosen Erstgespräch.
Wofür kann ich den Entlastungsbetrag nutzen?
Der Entlastungsbetrag darf nur für qualitätsgesicherte Leistungen eingesetzt werden. Dazu gehören:
- Tagespflege und Nachtpflege
- Kurzzeitpflege
- Leistungen ambulanter Pflegedienste (bei Pflegegrad 2 bis 5 mit Einschränkungen)
- nach Landesrecht anerkannte Angebote zur Unterstützung im Alltag (§ 45a SGB XI) – zum Beispiel Haushaltshilfe, Alltagsbegleitung und stundenweise Betreuung
Alltagshilfe Ralls ist ein solches anerkanntes Angebot (Angebot-ID 1100100275, in Schleswig-Holstein anerkannt). Mit einer festen Bezugsperson unterstützen wir Sie zum Beispiel bei:
- Haushaltshilfe: Putzen, Wäsche, Ordnung
- Einkäufen und Besorgungen
- Begleitung zu Ärztinnen und Ärzten, Behörden und Terminen
- Gesellschaft, Gesprächen und Spaziergängen
- Betreuung zu Hause – stundenweise oder regelmäßig
- Entlastung für pflegende Angehörige
So funktioniert es bei uns
Kostenlos anfragen
Per Formular, WhatsApp oder Telefon – wir melden uns in der Regel noch am selben Tag.
Kostenloses Erstgespräch
Wir lernen Ihre Situation in Ruhe kennen und erklären Ihnen, wie Sie den Entlastungsbetrag Ihrer Pflegekasse nutzen können. Auf Wunsch helfen wir auch bei Anträgen.
Die Betreuung beginnt
Wir starten flexibel nach Ihren Wünschen – mit einer festen Bezugsperson, die zu Ihnen nach Hause kommt.
Abrechnung
Bei gesetzlich Versicherten kann die Abrechnung direkt mit der Pflegekasse erfolgen, bei privat Versicherten erhalten Sie die Rechnung zur Erstattung bei Ihrer Versicherung. Für Sie entsteht in der Regel kein Eigenanteil, solange die Leistungen im Rahmen Ihres Entlastungsbetrags bleiben.
Ansparen: Was nicht genutzt wird, geht nicht gleich verloren
Der Entlastungsbetrag steht Ihnen jeden Monat zu. Was Sie in einem Monat nicht nutzen, können Sie in die Folgemonate übertragen – so lässt er sich auch für größere Einsätze ansparen. Restbeträge aus dem Vorjahr können grundsätzlich bis zum 30. Juni des Folgejahres genutzt werden, danach verfallen sie.
Entlastungsbetrag, Pflegegeld und Verhinderungspflege
Der Entlastungsbetrag ist ein eigener Anspruch. Er mindert Ihr Pflegegeld nicht und lässt sich mit anderen Leistungen kombinieren. Wenn pflegende Angehörige eine Pause brauchen, kommt ab Pflegegrad 2 zusätzlich die Verhinderungspflege in Frage – mehr zur Verhinderungspflege.
Noch kein Pflegegrad?
Dann stellen Sie zuerst den Antrag bei Ihrer Pflegekasse – das geht formlos, auch mit einem Anruf. Leistungen werden grundsätzlich ab dem Tag der Antragstellung gewährt. Wie der Antrag abläuft, erklärt unser Ratgeber Pflegegrad beantragen. Auch ohne Pflegegrad können Sie unsere Leistungen in Anspruch nehmen – dann auf Selbstzahlerbasis.
Quellen: § 45b SGB XI – Entlastungsbetrag · § 45a SGB XI – Angebote zur Unterstützung im Alltag